> Zurück

4. Liga GF, magere Punkteausbeute am letzten Spieltag, dennoch darf man von einer gelungenen Sasion sprechen

Philipp Metz 27.03.2019

Am vorletzten Wochenende fand die letzte Meisterschaftsrunde in Herisau statt. Aufgrund der zahlreichen Verletzten und Abwesenden bestand das Team nur aus zwei kompletten Linien. Die beiden Gegner Herisau und Bazenheid waren in dieser Saison erfolgreicher als das neu formierte Team aus der Surselva. Dies führte auch zu einer mageren Ausbeute von nur einem Punkt an der letzten Runde. Im ersten Match gegen den Gruppensieger Bazenheid konnte nach einer Führung zu Beginn des Spiels, in den letzten fünf Minuten noch ein zwei-Tore-Rückstand aufgeholt werden. Zentrale Figur im Team der Bündner war der überragende Leader Junior Nüssli. Ein nimmermüder Kämpfer den jede Mannschaft bis hin in den Profibereich gerne in den eigenen Reihen hätte. Dank seiner drei Tore konnten überhaupt Punkte ins Bündnerland entführt werden Auch wenn das Team am heiligen Sonntag mit einigen Bibelzitaten vor dem Schlachtruf den Tunnelblick für den Sieg zum Saisonabschluss schärfen wollte, konnte die Niederlage gegen Herisau nicht verhindert werden. Der Grund für das 1:5 Desaster lag an den Überzieher, welche die Bündner aufgrund der identischen Tenuefarbe der Herisauer überstreifen mussten. Die grünen und blauen Leibchen hatten sogar noch ein Logo des Heimklubs aufgedruckt und somit war es noch schwieriger das Tor zu treffen.

Schlussendlich blickt man auf eine Saison mit Höhen und Tiefen zurück. Eine Saison die im Zeichen des Kennenlernens stand. Da kamen ein Dutzend Churer, welche eine neue Herausforderung suchten und trafen auf spielstarke, jedoch grossfeldunerfahrene Flimser und Trinser. Je länger die Saison dauerte, desto homogener wurde das Gemisch und die Mannschaft wuchs mit jedem Bier. Man will gar nicht daran denken, wie stark diese Mannschaft wäre, wenn jeder seinen Wintersport an den Nagel hängen würde und an allen Meisterschaftsrunden teilnehmen könnte. Ich will keine Luftschlösser bauen, aber mit einer derart starken Truppe wäre Vieles möglich. Deswegen kann bodenständig als Fernziel der Aufstieg in die NLA im Jahre 2030 genommen werden. Die einzige Hürde die man nehmen müsste, wäre das Ausfüllen der Aufstiegsabsichten und die folgenden Aufstiegsspiele. Damit zeigt sich auch, dass nur die Bürokratie die Bündner stoppen kann.